Füllungen aus Kunststoff

Die zahnfarbenen Kunststofffüllungen können nach Ansicht der meisten Wissenschaftler nur auf Zahnflächen gelegt werden, die dem Kaudruck nicht direkt ausgesetzt sind, da Kunststoff auf Dauer der Kaubelastung nicht gewachsen ist und Risse und Sprünge bekommt.

Alle Kunststofffüllungen bestehen aus zwei (Haupt-)Bestandteilen:

  • fein gemahlenes Keramikpulver (Korngröße im Mikrometerbereich) und
  • eine Kunststoffmatrix, deren Makromoleküle die Keramiksplitter einhüllen und verbinden.

Die Haltbarkeit von Kunststofffüllungen beträgt etwa 30 Prozent der Haltbarkeit von Edelmetall- oder Keramikfüllungen. Allergien gegen Füllungskunststoffe sind mindestens so häufig wie Allergien gegen Amalgam. Die Krankenkassen bezahlen für die Kunststofffüllungen auf den Kauflächen der Seitenzähne lediglich den Betrag, den sie sonst für eine Amalgamfüllung zu entrichten hätten. Der Patient muss daher die zusätzlich entstehenden Kosten vollständig aus eigener Tasche bezahlen. Der zu entrichtende Betrag hängt von der Größe der Füllung ab.

Kunststofffüllungen sind Mittel der Wahl bei Füllungen an Frontzähnen, die nicht der direkten Kaubelastung ausgesetzt sind.