Metalllegierungen

Generell gilt, dass eine Legierung umso teurer ist, je höher der Edelmetallanteil ist. Abhängig vom Edelmetallanteil der Legierung unterscheidet man zwischen

  • hochedelmetallhaltigen Legierungen
  • edelmetallreduzierten Legierungen
  • Nicht – Edelmetalllegierungen

Da eine Goldkrone je nach Größe und gewählter Legierung zwischen zwei und sechs Gramm wiegt, hat die Wahl der Legierung einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Kosten der prothetischen Versorgung, zumal die gesetzlichen Krankenkassen sich an den Metallkosten nicht beteiligen. Anders ausgedrückt: Je mehr Edelmetall eine Krone enthält, desto höher ist der Eigenanteil, den der Patient zu bezahlen hat.

Mittlerweile können bei bestimmten Indikationen auch sogenannte „vollkeramische Kronen“ (metallfreie Kronen) oder auch kleinere Brücken angefertigt werden. Diese können aus ästhetischer Sicht hervorragend an die eigenen Zähne angeglichen werden, erfordern aber ein deutlich stärkeres Beschleifen des Zahnstumpfes und erhöhen damit das Risiko, dass der Nerv des Zahnes gereizt wird (Empfindlichkeit gegen Wärme und Kälte) oder sogar geschädigt wird. Soweit Interesse an derartigen Versorgungsformen besteht, sprechen sie uns bitte darauf an.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass

  • Allergiker mit Empfindlichkeiten gegen Metalle hochedelmetallhaltige Legierungen bevorzugen sollten; im Zweifelsfall kann der Hautarzt mittels Allergietests feststellen, ob eine Materialunverträglichkeit zu erwarten ist
  • Der Einsatz von NEM – Legierungen für festsitzende prothetische Arbeiten in der Regel unproblematisch ist
  • Bei allen anderen Arbeiten es von der jeweiligen individuellen prothetischen Planung abhängt, welche Legierung am besten gewählt wird
  • Eine Metalllegierung umso stärker die Korrosion von Amalgam fördert, je edel­metallhaltiger sie ist.

Falls sie noch Fragen zu dem hier behandelten Thema haben, stehen wir Ihnen gerne Rede und Antwort.