Zahnarztkosten steuerlich absetzen

Welche Möglichkeiten gibt es für den Patienten, Krankheitskosten in der Steuererklärung geltend zu machen?

Außergewöhnliche Belastungen senken die Steuerschuld

Der Patient muss weniger Steuern zahlen (bzw. bekommt zuviel gezahlte Steuern erstattet), wenn er Krankheitskosten als “außergewöhnliche Belastungen” geltend machen kann.

Zu den steuerlich abzugsfähigen Krankheitskosten gehören zunächst die Ausgaben der Patienten, die sie für die Heilung und Linderung einer Krankheit aufwenden müssen, beispielsweise für alle konservierenden und zahnchirurgischen Maßnahmen, für Zahnersatz – auch auf Basis eines Implantats- sowie für Kieferkorrektur- und Parodontose-Behandlungen und Austausch von Amalgamfüllungen.

Zu den außergewöhnlichen Belastungen gehören auch die Aufwendungen für Behandlungen bei anderen Ärzten und für die von ihnen verordneten Medikamente oder für eine Operation im Krankenhaus. Aber auch die Kosten für Behandlungen der Physiotherapeuten oder Krankengymnasten werden steuerlich berücksichtigt. Schließlich rechnet das Finanzamt auch Ausgaben für Hilfsmittel (wie Brille, Hörgerät, Prothesen, Rollstuhl), die der Patient aufwendet, um seine Krankheit erträglicher zu machen, in vollem Umfang zu den als außergewöhnliche Belastung zu berücksichtigenden Krankheitskosten.

Das Finanzamt erkennt die Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastung erst ab einem bestimmten Betrag an. Bleiben die Kosten unter dieser Grenze, sind keine Steuervergünstigungen möglich. Die zumutbare Eigenbelastung ist davon abhängig, wie hoch die Einkünfte des Patienten sind, ob er verheiratet ist und wieviel Kinder er hat.